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Geschichten und
Weisheiten
Gespräch zwischen Zündholz und Kerze
Es kam
der Tag, da sagte das Zündholz zur Kerze: "Ich habe den Auftrag, dich
anzuzünden."
"Oh nein", erschrak die Kerze, "Nur das nicht. Wenn ich brenne, sind
meine Tage gezählt. Niemand mehr wird meine Schönheit bewundern."
Das Zündholz fragte: "Aber willst du denn ein Leben lang kalt und hart
bleiben, ohne zuvor gelebt zu haben?" - "Aber brennen tut doch weh und
zehrt an meinen Kräften", flüstert die Kerze unsicher und voller Angst.
"Es ist wahr", entgegnete das Zündholz. "Aber das ist doch das Geheimnis
unserer Berufung: Wir sind berufen, Licht zu sein. Was ich tun kann, ist
wenig. Zünde ich dich nicht an, so verpasse ich den Sinn meines Lebens.
Ich bin dafür da, Feuer zu entfachen.
Du bist eine Kerze. Du sollst für andere leuchten und Wärme schenken.
Alles, was du an Schmerz und Leid und Kraft hingibst, wird verwandelt in
Licht. Du gehst nicht verloren, wenn du dich verzehrst. Andere werden
dein Feuer weiter tragen. Nur wenn du dich versagst, wirst du sterben ..
Da spitzte die Kerze ihren Docht und sprach voller Erwartung: "Ich bitte
dich, zünde mich an …
Selbstwert
Im Rahmen eines Seminars
mit sehr vielen Teilnehmern hielt der Trainer einen 100 Euro-Schein in
die Höhe. Er fragte: „Wer von Ihnen möchte diesen 100 Euro-Schein
haben?“ Überall gingen die Hände hoch. Okay, einen kleinen Moment“ sagte
der Trainer und zerknüllte den 100 Euro-Schein. „Wer möchte nun diesen
zerknüllten 100 Euro-Schein haben?“ Wieder gingen die Hände in die Höhe.
Okay, warten Sie“, sagte er und warf den zerknüllten 100 Euro-Schein auf
den Boden und trat mit seinen Schuhen darauf herum, bis der Schein
zerknittert und voller Schmutz war. Er hob ihn an einer Ecke auf und
hielt ihn wieder in die Höhe. „Und wer von Ihnen möchte diesen
dreckigen, zerknitterten 100 Euro-Schein immer noch haben?“ Und erneut
waren die Hände in der Höhe. „Sehen Sie, Sie haben gerade eine sehr
wertvolle Lektion erfahren. Was immer ich auch mit dem Geldschein
machte, wie schmutzig und zerknittert er auch ist, es hat nichts an
seinem Wert geändert. Es sind immer noch 100 Euro. So oft in unserem
Leben werden wir selbst fallen gelassen, sind am Boden zerstört und
kriechen vielleicht im Schmutz – und fühlen uns wertlos. Aber all das
ändert ebenso wenig etwas an unserem Wert, wie das was ich mit diesem
Schein tat, seinen Wert änderte. Der Wert von jedem einzelnen von uns
bleibt immer erhalten, wie schmutzig, arm oder verloren wir auch immer
sein werden!“
Urteile nie
Ein alter Mann
lebte in einem Dorf, sehr arm, aber viele waren neidisch auf ihn, denn
er besaß ein wunderschönes Pferd. Könige boten phantastische Summen für
das Pferd, aber er verkaufte es nicht. Eines Morgens fand er sein Pferd
nicht im Stall. Das ganze Dorf versammelte sich und die Leute sagten:
"Du dummer alter Mann! Wir haben immer gewusst, dass das Pferd eines
Tages gestohlen würde. Es wäre besser gewesen, es zu verkaufen. Welch
ein Unglück!" Der alte Mann sagte: "Geht nicht so weit, das zu sagen.
Alles, was ist, ist: Das Pferd ist nicht im Stall. Soviel ist die
Tatsache. Alles andere ist Urteil. Ob es ein Unglück ist oder ein Segen
weiß ich nicht, weil ich nicht weiß, was folgen wird." Die Leute lachten
den Alten aus. Sie hatten schon immer gewusst, dass er ein bisschen
verrückt war. Aber: Nach fünfzehn Tagen kehrte das Pferd zurück. Es war
nicht gestohlen worden, sondern in die Wildnis ausgebrochen. Und nicht
nur das, es brachte auch noch zwölf wilde Pferde mit. Wieder
versammelten sich die Leute und sagten: "Alter Mann, du hattest Recht,
es hat sich tatsächlich als Segen erwiesen." Der Alte entgegnete:
"Wieder geht ihr zu weit. Alles, was ist, ist: Das Pferd ist zurück. Ihr
lest nur ein einziges Wort in einem Satz - wie könnt ihr das ganze Buch
beurteilen?" Der alte Mann hatte einen einzigen Sohn, der begann die
Wildpferde zu trainieren. Schon eine Woche später fiel er vom Pferd und
brach sich die Beine. Wieder versammelten sich die Leute und wieder
urteilten sie: "Du hattest recht, es war ein Unglück. Dein einziger Sohn
kann nun die Beine nicht mehr gebrauchen und er war die Stütze deines
Alters. Jetzt bist du ärmer als je zuvor." Der Alte antwortete: "Ihr
seid besessen vom Urteilen. Alles, was ist, ist: Mein Sohn hat sich die
Beine gebrochen. Niemand weiß, ob dies ein Unglück oder ein Segen ist.
Das Leben kommt in Augenblicken und mehr bekommt ihr nie zu sehen." Es
ergab sich, dass das Land einen Krieg begann. Alle jungen Männer des
Ortes wurden zwangsweise zum Frontdienst eingezogen. Nur der Sohn des
alten Mannes blieb zurück, weil er gebrochene Beine hatte. Der ganze Ort
war vom Wehgeschrei erfüllt, weil dieser Krieg nicht zu gewinnen war und
man wusste, dass die meisten jungen Männer nicht zurückkommen würden.
Die Leute kamen zum alten Mann und sagten: "Du hattest recht, es hat
sich als Segen erwiesen." Der alte Mann antwortete: "Ihr hört nicht auf
zu urteilen. Alles, was ist, ist: Man hat eure Söhne in die Armee
eingezogen und mein Sohn wurde nicht eingezogen. Nur das Ganze weiß, ob
dies ein Segen oder ein Unglück ist" Urteile nie!
Tausend Spiegel
„Es war einmal vor vielen, vielen Jahren in Indien.
Da stand mitten im Urwald ein großer Tempel aus purem Gold. Seine
Innenwände waren mit 1000 Spiegeln ausgekleidet, so dass jeder, der in
diesen Tempel trat, sich tausendfach wiedersah:
Da geschah es einmal, dass ein Hund sich dahin verirrte. Er freute sich
über seine Entdeckung und glaubte, nun ein reicher Hund zu sein, als er
das äußere Gold sah. Er ging hinein in den Tempel der tausend Spiegel. –
Aber da sah er sich 1000 anderen Hunden gegenüber. – Er wurde furchtbar
wütend, weil die anderen ihm zuvorgekommen waren und fing an zu bellen.
Jedoch die 1000 Hunde bellten gleichermaßen zurück, waren es doch seine
Spiegelbilder. Da steigerte sich sein Zorn noch mehr; aber der seiner
Gegenüber auch. Seine Wut wurde schließlich so groß, dass sie ihn
vernichtete und er tot umfiel. Es vergingen viele Jahre. Da geschah es
wieder einmal, dass ein Hund zum Tempel der 1000 Spiegel kam. Auch er
freute sich über seine Entdeckung. Auch er ging hinein, und auch er sah
sich tausend Hunden gegenüber. - Aber er freute sich, dass er in der
Einsamkeit Gesellschaft gefunden hatte und wedelte mit dem Schwanz. Da
wedelten die 1000 Hunde zurück; und er freute sich, dass die anderen
sich freuten, und die Freude wollte kein Ende finden. Deshalb ging er
öfter dahin, um sich zusammen mit anderen zu freuen“ Der gleiche Ort,
der für den einen ein Ort des Todes war, war für den anderen ein Ort der
Freude. – Was man ausstrahlt, kehrt tausendfach zurück.
Ich kann nicht Frieden
machen auf der ganzen Welt.
Aber ich kann dafür
sorgen, dass in mir selber Frieden ist. Und ihn weitergeben an meine
Kinder, an meine Eltern, an meine Freunde, an die Menschen, mit denen
ich arbeite, an die, welche ich treffe – zufällig oder nicht zufällig.
Das ist meine Möglichkeit, Frieden auf dieser Welt zu machen. Nicht
mehr und nicht weniger.
Achte stets auf Deine Gedanken
Achte stets auf deine Gedanken, sie
werden zu Worten.
Achte auf Deine Worte, sie werden zu
Handlungen.
Achte
auf Deine Handlungen, sie werden zu Gewohnheiten.
Achte
auf Deine Gewohnheiten, sie werden zu Charaktereigenschaften.
Achte
auf Deinen Charakter, er wird Dein Schicksal.
Gott gebe mir...
Gott gebe mir die
GELASSENHEIT, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den
MUT, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die WEISHEIT,
das eine vom anderen zu unterscheiden.
HUNA - Die Sieben Prinzipien
1. Die Welt ist so, wie du sie siehst
2. Es gibt keine Grenzen
3. Energie folgt der Aufmerksamkeit
4. Jetzt ist der Augenblick der Macht
5. Lieben heißt, glücklich sein mit
6. Alle Macht kommt von Ihnen
7. Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit
Drei Aspekte wahrer Freiheit und eines erleuchteten
Lebens:
Nicht
widerstreben
Nicht urteilen
Nicht anhaften
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